Fahrbericht BMW M550d Touring

Fahrbericht BMW M550d Touring

Hart weich

Ein Allradler mit Sportwagenniveau

Der alte Kalauer unter den Autofahrern sei hier ausnahmsweise, weil zutreffend, aufgewärmt: Nur Fliegen ist schöner. Im Ernst. Unter den Gebrauchten bei Leschitzki steht u.a. ein auf den ersten Blick nicht auffälliger Kombi in graumetallic, genauer gesagt ein BMW M550d Touring in Sophistograu Brillanteffekt. Vorgestellt auf dem Genfer Autosalon 2012, erregte dieses Auto, also dieser Wagen, spontan großes Aufsehen und wurde in der Fachpresse viel gepriesen. Dennoch seien hier mal subjektive und euphorische Eindrücke nach einer Tagesfahrt gestattet.

In Kürze: Bislang dachte ich, dass der M5 aus Bayern, was den sportlichen Charakter eines BMW ausmacht, nicht zu übertreffen wäre. Doch da gab‘s noch nicht den M550d, mit spürbarem reinrassigem Sportwagenniveau. Unter der Haube steckt ein außerordentlich kultiviert arbeitender und spontan zupackender, um nicht zu sagen säuselnder sechszylindriger Diesel mit drei Turboladern, dessen 381 PS samt Sportautomatik den Touring explosionsartig zu einem Raketenstart verhelfen können. Das heißt: Von Null auf Hundert in nur 4,7 Sekunden. Zu den enormen Fahrleistungen, nicht zu vergessen mit serienmäßigem Allradantrieb (!),  kommen mitbestimmend die inneren Werte wie Sicherheitsfahrwerk, geringe Verbräuche sowie die komplette Komfortausstattung, also das ganze Paket rundum.

Leiste 3 innenSchon beim Einstieg nimmt den Autofahrer (wie seinen Mitfahrern) das typisch eigene BMW-Flair, die Gediegenheit und  Eleganz gefangen. Sehr bequeme, beheizte Sessel hinterm Volant mit individuell einstellbareren Lendenwirbelstützen und Mittelarmlehne, Fahrersitz- und Lehne zudem mit Memory-Funktion. Ebenso komfortabel die geteilte hintere Bank, ausgestattet mit Multifunktions-Armlehne, separat einstellbarer Klimaautomatik sowie Sonnenschutzrollos an den Türscheiben. Sehr gut ablesbare Rundinstrumente, großes Multifunktions-Display für GPS und Rückfahrkamera, Reifendruck-Kontrollsystem, Radio und Bordcomputer und, und. Das griffige Leder-Lenkrad – ebenfalls mit Memory-Funktion – ist elektrisch einstellbar, mit Hebeln und diversen Tasten für Universal-Garagentoröffner, Radio, Tempomat, Telefon und Freisprecheinrichtung. In der Mittelkonsole sind griffbereit der Taster für die aktive Parkbremse, den iDrive, Ablagen und Getränkehalter angeordnet. Fenster und Außenspiegel sind natürlich elektrisch einstellbar. Ferner sorgen jede Menge Airbags und aktive Kopfstützen für die innere Sicherheit. Die Ausstattungsliste ist schier endlos.

Die Fahrertür schlägt, nee, fällt satt ins Schloss. Im GPS ruckzuck das Ziel eingegeben, den Start-Stopp-Knopf gedrückt, und – von einem nagelnden Diesel ist kaum was zu hören. Den Automatikhebel nach unten gezogen, vorsichtig, ganz vorsichtig Gas geben und ab geht die Post. Toll, an der Frontscheibe, also direkt im Blickfeld zeigt das Head-Up-Display Infos vom GPS mit nächstem Abbiegehinweis, das Tempo, die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Auf dem Flickenteppich der B96/E251 liegt der Wagen dank des ausgezeichneten Fahrwerks und der elektronischen Stabilitätsregelung buchstäblich unerschütterlich wie ein Brett. Dann rauf auf die A20 und das Gaspedal zunächst vorsichtig durchgetreten. Oh Mann, 170, 180, 190, keine Windgeräusche, der Sechszylinder ist kaum zu hören. Plötzlich prasselt Regen auf die Piste, automatisch huschen die Wischer über die Frontscheibe. Die Bremsen packen butterweich zu, bringen den Wagen nicht aus der Ruhe. Mein Temporausch ebbt vorsichtig ab, die Fahrfreude bleibt! Nach dem Wolkenbruch wieder Sonnenschein. Ich bleibe auf der Überholspur. Keine Ahnung, ob jemand seinen Kopf schüttelt oder erstaunt die Augen aufreißt. Abfahrt auf die Landstraße. Die Musik aus den Lautsprechern wird leiser und eine liebliche Stimme verkündet, dass ich in hundert Meter mein Ziel erreicht habe: Die bedeutendste Renaissance-Veste Norddeutschlands. Das Schloss Spantekow bietet eine tolle Kulisse für den Fototermin. Die Gegensätze können größer nicht sein – hochmoderne Automobiltechnik im eleganten Gewand vor historischem Gemäuer aus dem 14. Jahrhundert.

LeisteEinfach klasse, wie die automatische Heckklappenöffnung funktioniert und das Aus- bzw. Einladen jeglichen Reisegepäcks enorm erleichtern kann. Arbeit erledigt, noch einen Rundblick über die Ringburganlage, dann die Ausfahrt durch das verwinkelte Torhaus mit dem Relief „Ulrich und Anna von Schwerin“. Bei aller Enge und herausragenden Feldsteinen indes kein Problem: Sensoren und Kamera zeigen auf dem Display genau den grünen Bereich für den Touring. Sehr beruhigend, wer will diesem guten Stück schon den Lack zerschrammen.

Während der Rücktour koste ich auf Umwegen nochmals den Fahrspaß aus. Dann erreiche ich den Ausgangspunkt, das Autohaus Leschitzki. Madeleine Leschitzki, die Chefin, fragt mich mit hintergründigem Lächeln, was ich denn zu dem Wagen sagen würde. Nun, als Motorjournalist fuhr ich schon einiges an Autos und verfasste darüber Fahrberichte, mein Fazit – voller Überzeugung und ohne Euphorie: Der BMW M550d Touring ist das Beste, das ich je gefahren habe. Das sagten auch bereits andere Kollegen vor mir. Den Kunden des Autohauses steht es natürlich frei, dieses Prädikat buchstäblich selbst zu erfahren.

BMW M550d Touring Datenblatt

 

Das SommernachtKonzert im Autohaus

Das SommernachtKonzert im Autohaus

zur-fotogalerieDas Autohaus Leschitzki präsentierte am 10. Juni ein ganz besonders Highlight. Mehr als 120 Kunden, Gäste und Freunde folgten der Einladung ins Autohaus und lauschten den Klängen aus der Zauberflöte von W.A.Mozart sowie Melodien aus bekannten Opern – sommerliche Evergreens aus der Musik- und Filmgeschichte. Es war ein Abend in spielfreudiger Darstellung mit Charme und Witz.

Dieses exklusive Konzert wurde gestaltet durch Mitglieder des OPERNALE 2016-Ensembles: Barbara Ehwald (Sopran), Lars Grünwoldt (Bariton) sowie Benjamin Saupe am Klavier. Die künstlerische Leiterin der OPERNALE Henriette Sehmsdorf moderierte dieses musikalisch-unterhaltsame Ereignis. Mit einem Teil des Erlöses beim Konzert am 10. Juni unterstützt das Autohaus das SOS-Kinderdorf in Hohenwieden bei Grimmen und das Behindertenforum in Greifswald. Am 25. Mai 2016 wurde im BMW-Autohaus Leschitzki eine Pressekonferenz mit Madeleine Leschitzki (Geschäftsführung des Autohauses) und Henriette Sehmsdorf (Künstlerische Leitung der Opernale) durchgeführt. Hingewiesen wurde auf das am 10. Juni stattfindende Sommernachtskonzert im Autohaus Leschitzki auf der Greifswalder Automeile, An den Bäckerwiesen 3. Ein Autohaus als Unterstützer und Partner der Opernale 2016. Mit einfachen und klaren Worten erläuterte Winfried Leschitzki (Geschäftsleitung), wie seine Idee vor drei Jahren selbst bei einem Besuch der Opernale entstanden ist, sich für die „Volks-Oper“ zu engagieren. „Auto und Kultur, das passt zusammen“, so die Worte von Vater und Tochter Leschitzki. „Berührungsängste abbauen und die Freude, solch einem Spektakel beizuwohnen“, äußert sich Winfried Leschitzki auf die entsprechende Frage. „Eine Erwei- terung der Kulturlandschaft bieten, in ungezwungener und lockerer Atmosphäre mit Freunden und Bekannten ganz dicht dran sein“, so bezeichnet er seine Beweggründe, die Opernale zu einem Konzert ins Autohaus zu bringen. „Ein grundlegender Gedanke der OPERNALE ist es, Identifikation zu stiften: Identifikation der Menschen mit ihrer Region, der Kulturgeschichte und dem kulturellen Erbe“, so steht es im Flyer unter der OPERNALE-Philosophie. Es wird ein Fest der Sinne werden, auch ein Augenschmaus, denn die Kostüme von Stefanie Gruber werden verzaubern. Wir durften einzelne auf der Pressekonferenz bereits im Bild bewundern. Erstmals wird mit polnischen Musikern als Mitwirkende der Opernale zusammengearbeitet. Ein neuer Partner der OPERNALE ist die Hochschule der Künste in Stettin. Wie sagt Henriette Sehmsdorf so schön: „Musik kennt keine Grenzen.“ Sie spricht von einem „Inneren Ausdrucksdrang“, die Oper auf das Land zu bringen. Mit Petra Schwaan-Nandke (Autorin, Regisseurin, Übersetzerin u. Lehrerin für Niederdeutsch) hat sie eine Mitstreiterin gefunden, die für die niederdeutsche Sprache ebenso brennt und missionarisch eintritt, diese in das Heute zu tragen, so erklärt sich dann auch die Überschrift: „De Zauberfläut“ – oder Niederdeutsch kreuzt Hochkultur. Madeleine Leschitzki bedankte sich allen Gästen, Kunden sowie ihren Mitarbeitern, den Künstlern der Opernale e.V. und Henriette Sehmsdorf für den schönen Abend in entspannter Athmosphäre.

Artikel aus dem Vorpommern-Magazin 7/2016, Text: Steffi Schalli